
KOLORATURSOPRAN
ÜBER ALINA
Die in Frankfurt am Main geborene Koloratursopranistin Alina Wunderlin hat sich als wandlungsfähige Bühnenkünstlerin mit außergewöhnlicher stimmlicher Brillanz und stilistischer Vielseitigkeit etabliert. Ihr Repertoire reicht von Werken der Renaissance und Barock über das französische und italienische Fach bis hin zu zeitgenössischer Musik. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie im Sommer 2024 mit einem kurzfristigen Einspringer als Königin der Nacht in Mozarts Die Zauberflöte beim Glyndebourne Festival.
In der Spielzeit 2026/27 gibt Alina ihr Hausdebüt an La Monnaie/De Munt in Brüssel (Zerbinetta in Ariadne auf Naxos), an der Oper Zürich (Königin der Nacht in Die Zauberflöte) sowie bei den Tiroler Festspielen Erl als Solistin in Bachs Weihnachtsoratorium. Sie kehrt an die Bayerische Staatsoper München als Blonde (Die Entführung aus dem Serail) zurück sowie als Königin der Nacht an die Staatsoper Unter den Linden Berlin und an das Gran Teatro del Liceu Barcelona. Als ehemaliges Mitglied des Opernstudios der Oper Köln wird sie dort ihr Rollendebüt als Olympia in Offenbachs Les Contes d’Hoffmann in einer Inszenierung von Stefan Herheim geben. Mit den Wiener Symphonikern und Petr Popelka bringt sie Richard Strauss’ Brentano-Lieder sowie Arien von Josef Strauss und W. A. Mozart nach Triest. Beim Glyndebourne Festival im Sommer 2026 singt sie Zerbinetta in einer Neuproduktion von Strauss’ Ariadne auf Naxos (Regie: Laurent Pelly, Musikalische Leitung: Robin Ticciati), die im August 2026 auch bei den BBC Proms in London zu erleben sein wird.
In der Saison 2025/26 gab Alina ihr Hausdebüt am Theater an der Wien als Adele in einer Neuproduktion von Die Fledermaus (Herheim/Popelka). Beim RheinVokal Festival spielte sie zusammen mit Pianistin Edwige Herchenroder und Klarinettistin Iris Zerdoud ihr Fairy Tale Liedprogramm. Als Königin der Nacht gastiert sie an der Oper Oslo, der Semperoper Dresden und der Staatsoper Unter den Linden Berlin. Auf der Konzertbühne interpretierte sie Bergs Lulu-Suite und Kurt Weills Kantate Der neue Orpheus im Wiener Konzerthaus mit dem ORF Radio-Symphonieorchester und Ingo Metzmacher. Ihr Rollendebüt als Dorinda in Händels Orlando gab sie mit den Musiciens du Louvre und Marc Minkowski in Paris (Théâtre des Champs-Élysées), Valencia (Les Arts) und Barcelona (Liceu).
Zu früheren Höhepunkten ihrer Karriere zählen Ännchen (Der Freischütz) an der Hamburgischen Staatsoper (Kriegenburg/Gamzou), Morgana (Alcina) am Gärtnerplatztheater München (Köpplinger/Dubrovsky) sowie Adele (Die Fledermaus) mit Les Musiciens du Louvre und Marc Minkowski u. a. im Festspielhaus Baden-Baden, im Liceu Barcelona und im Teatro de la Maestranza in Sevilla; das Prater-Picknick der Wiener Symphoniker, bei dem sie gemeinsam mit Thomas Quasthoff in einem Programm aus Oper, Musical und Jazz auftrat; ihr Liederabend Grenzgänge im Funkhaus des Deutschlandfunks in Köln; Poulencs Gloria und Orffs Carmina Burana im Wiener Konzerthaus mit Tobias Wögerer; Glières Konzert für Koloratursopran in Belgrad mit Gabriel Feltz; mehrere CD-Einspielungen von Brahms-Liedern mit dem Pianisten Ulrich Eisenlohr sowie eine Einspielung von Carmina Burana mit Paavo Järvi und dem Tonhalle-Orchester Zürich.
Neben Oper und Konzert widmet sich Alina mit großer Leidenschaft dem Liedgesang. In ihren Programmen integriert sie oft selten gespielte Werke und Stücke von Komponistinnen. Immer wieder erweitert sie das klassische Repertoire um Chanson- oder Popbeiträge, und changiert dabei gekonnt zwischen den Stilen.
Alina arbeitet mit Dirigenten wie Marc Minkowski, Philippe Herreweghe, Paavo Järvi, Petr Popelka, Rubén Dubrovsky, Konstantin Trinks und Yoel Gamzou, sowie mit Regisseur*innen wie Lydia Steier, Josef E. Köpplinger, Ben Baur, Andreas Kriegenburg, Peter Konwitschny und Stefan Herheim.
Alina begann zunächst ein Studium der Musikwissenschaften in Frankfurt, wechselte dann für Gesang und Gesangspädagogik an die Mannheimer Musikhochschule und erhielt Unterricht bei Rudolf Piernay und Snežana Stamenković. Impulse für zeitgenössisches Repertoire erhielt sie im besonderen von Caroline Melzer. Bereits während ihres Studiums war sie Stipendiatin von Live Music Now Yehudi Menuhin, dem Richard-Wagner-Verband Heidelberg und der Händel-Akademie in Karlsruhe. Sie war Finalistin des Salomon-Lindberg-Liedwettbewerbs in Berlin und Sonderpreisträgerin beim Concours International de Chant Marmande.
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